Verfasst von: sibyllemeder | 1. November 2010

The Island Bus – englisher Trailer jetzt online!

Verfasst von: sibyllemeder | 26. August 2010

Der Inselbus (The Island Bus) englischer Teaser jetzt online

Steig ein in den Inselbus – ein Mikrokosmos des Lebens auf einem von Europas Außenposten.

Verfasst von: sibyllemeder | 4. Mai 2010

Nächste Station: Korfu

Na, wenn das kein Grund zum Feiern ist:

Die Dokumentation Der Inselbus wurde ausgewählt, an den 2010 Workshops der griechischen Dokumentarfilmorganisation Storydoc teilzunehmen.

Storydoc 2010 besteht aus zwei Workshops. Der erste findet vom 5.-7. Juli auf Korfu statt, der zweite vom 8.-10- Dezember in Athen. Ziel des ersten Workshops ist die Projektentwicklung unter Anleitung von circa 12 internationalen Tutoren, Ziel des zweiten Workshops die Projektpräsentation vor circa 20 Fernseh-Redakteuren und internationalen Produzenten.

Mit etwas Glück hält Der Inselbus demnächst auch auf einer Leinwand in Eurer Nähe…

Verfasst von: sibyllemeder | 14. April 2010

Angela Merkel brennt …

…und andere Kleinigkeiten

Als Deutsche einen Dokumentarfilm auf einer kleinen griechischen Insel in Zeiten der Euro-Krise zu drehen, ist nicht immer eine unpolitische Sache. Auch wenn „Der Inselbus“ eher die feinen Töne anschlägt und die Entwicklung, die Tilos vom Agrar-Eiland zum (bescheidenen) Tourismusort unternommen hat, nur nebenher kritisch beäugt, dabei Nebeneffekte und die persönlichen Geschichten einzelner Inselbewohner in den Mittelpunkt rückt und die – sowieso viel weniger fotogenen – Akteure der politischen Bühne mal wohltuend abwesend sein lässt, so hat sich die große Politik jetzt doch ins Bild geschlichen. Und das ausgerechnet zu Ostern!

Feiern wie die Feste fallen

Da stand ich also, eure treue Kolumnistin, hinter meiner Kamera, die Kopfhörer fungierten angenehm als Gehörschutz, denn einmal ausgepegelt konnte ich ihnen den Ton abdrehen und die zahlreichen Knallfrösche explodierten rechts und links von mir im offenen Hof der Panagia-Kirche in Megalo Chorio, hallten von den Felswänden wieder, dass es nur so eine Freude war, aber mein arg geschundenes Gehör hatte angenehm gedämpften Ton. Links und rechts quietschende Mädchen in Stöckelschuhen, die sich über das Chochlaki-Kopfstein-Pflaster vor den „Bomben“ in den Schutz der Kirche retteten, und coole Jungs, die die nächste Ladung Knaller zündeten, die Zigarette lässig im Mundwinkel, Todesverachtung im Blick.

Lebensgefahr bestand vielleicht nicht, dafür haben sie alle schon zu viel Erfahrung mit der Osterböllerei. Und zu ihrer Ehre muss auch gesagt werden, dass sämtliche strategisch ungünstig platzierten Kleinkinder immer einen Retter in Form eines kräftig gebauten Mittzwanzigers finden, der sie im letzten Moment aus der Schusslinie reißt und – ihnen die Ohren fest zuhaltend, während die „Bombe“ detoniert – sicher und mit verzücktem Lächeln auf Mutters Schoß abliefert. Dabei hilft es natürlich, wenn jeder jeden kennt und man weiß, welcher verwirrte Zweijährige zu welcher Mama gehört.

Da stand ich also auf der Kirchhofmauer und filmte fleißig die Strohpuppe, die am Kirchturm wie an einem Galgen baumelte und auf das Feuer wartete. Den Nicht-Eingeweihten sei erklärt: Bei orthodoxen Osterfeiern ist es Brauch, am Sonntag Nachmittag nach dem Gottesdienst den „Evräos“ – wörtlich: den Juden, symbolisch aber Judas als Verräter Christi – in Form einer Strohpuppe zu verbrennen. Für deutsche – und wohl noch mehr für jüdische – Ohren klingt das monströs. Ich frage mich, wie orthodoxe Gemeinden in Deutschland diese Tradition nennen. Ich hatte bisher nur vom „Verbrennen des Judas“ gehört, bis mir in diesem Jahr klar wurde, dass das griechische Wort „εβραιος“ auf Deutsch „hebräisch, jüdisch“ bedeutet.

Sensibilitäten in Bezug auf Inquisition und Holocaust hin oder her, der Brauch hat vermutlich wesentlich ältere Wurzeln in Frühjahrsriten. (Ähnlich vielleicht dem Verbrennen von Strohpuppen am Ende der alemannischen Fastnacht.) Dass Menschen Vergnügen daran hatten und haben, Ebenbilder ihrer Artgenossen zu verbrennen, ist vielleicht harmloser als das Verbrennen jener Artgenossen selbst. Vielleicht. Symbol, rituelle Handlung, Ersatz … und so weiter. Wie dem auch sei, die Strohpuppe wird verbrannt, jedes Jahr, und die Böller werden gezündet. Ob das tatsächlicher Gewalt durch Ritual vorbeugt, diese Interpretation überlasse ich Psycho- und Soziologen.

In diesem Jahr gab es aber eine Neuerung. Dort baumelte nicht nur der ausgestopfte Mann am Glockenturm, der in früheren Jahren auch schon mal ein Hakenkreuz aufs Hemd gemalt hatte. (Ausgleichender Gebrauch von Symbolen?) Nein, dieses Jahr gab es auch eine weibliche Strohpuppe mit Kussmund und blonden Zöpfchen.
„Gleichberechtigung der Geschlechter?“, fragte ich mich. „Vielleicht also war Judas eine Frau?“ (Wird ja auch von anderen Jüngern hin und wieder behauptet. Warum nicht auch vom Verräter schlechthin?)

Aber weit gefehlt! Als ich die Linse richtig fokussiert hatte, wurde deutlich: der Symbolismus war viel aktueller – und Uwe Walz wäre nicht zufrieden mit den Zöpfchen. Ein Pappschild um den Hals der Strohdame machte unmissverständlich deutlich, dass es sich hier um die rituelle Austreibung eines ganz neuen Dämons der Griechen handeln sollte. Auf dem Schild um den Hals der Dame stand schlicht und einfach: „Angela Merkel“.

Es ist etwas schwierig zu beschreiben, wie es sich anfühlt, die symbolische Verbrennung der Regierungschefin des eigenen Herkunftslandes, mit der man politisch überhaupt nicht übereinstimmt, im Kreis fröhlich lärmender Griechen zu filmen, die einen glücklich lächelnd fragen: „Hast du das Schild gut drauf? Kann man’s lesen?“ Ich überlasse die Vorstellung, wie das wohl sein mag, jeder Leserin und jedem Leser selbst – und ohne Zweifel wird jeder je nach Temperament, ethischer oder politischer Überzeugung zu einem anderen Schluss kommen. Wer’s sich nicht vorstellen kann, sollte in ein paar Wochen auf dieser Seite den fertigen Osterfilm anschauen.

Eines aber steht fest: eine Lektion in Sachen politische Symbole, crowd control und Nationalstolz (in welcher Richtung auch immer) war es auf jeden Fall – und in Sachen Humor – oder Mangel daran…

Verfasst von: sibyllemeder | 8. Januar 2010

Zen und die Kunst des Stromausfalls

ins Blaue

ins Blaue

Ob die griechische Elektrizitätsgesellschaft ΔΕΗ wohl bloß die Interessen ihrer Kunden am Herzen hat, wenn sie ihren Service mal für ein paar Stunden aussetzt?

Heute wollte ich eigentlich direkt vom Frühstück zum Computer, doch kaum hatte ich den Löffel aus der Hand gelegt, fiel der Strom aus. Der Kühlschrank zischte bedenklich, die Waschmaschine stoppte mitten im vollen Schwung und ich wusste, dass da nichts mehr zu machen war, denn wir hatten ungefähr 10873 Stromausfälle in den letzten Wochen. (Das ist natürlich nur die gefühlte Anzahl. In Wirklichkeit könnten es ein bis zwei weniger gewesen sein.)

Normalerweise passieren Stromausfälle an regnerischen, windigen Tagen, wenn draußen nichts zu holen ist außer einer deftigen Erkältung. Heute hingegen war der Himmel strahlend blau, die Luft mild, und als Schwede hätte man es für einen Mittsommertag gehalten.

Solarenergie geht immer!

Solarenergie geht immer!

Also, Kamera geschnappt und auf in die Wildnis, Fotos für die neue Postkarten-Edition machen. Auf und ab wanderten wir über die Hügel, Ian immer einen Kilometer voraus, weil ich zu lange brauchte, um meine Bilder zu machen. Durchgeschwitzt und überhitzt, sprangen wir in Lethra sogar ins Meer. Am 8. Januar, wohlgemerkt.

Während ich so vor mich hin paddelte, die türkische Küste am Horizont, dachte ich über ΔΕΗs gutes Timing nach. Wieder zu Hause angekommen, würde bestimmt auch der Strom zurück sein…

War er auch. Aber jetzt ist der Warmwasser-Boiler kaputt. Der Installateur sagt, es ist ein ziemlich großes Problem, irgendwas mit den Leitungen, aber er wird das morgen in Ordnung bringen. Ich nehme an, es ist Zeit, dass ich mich an den Computer setze…

Hügel rauf und runter

Hügel rauf und runter

Verfasst von: sibyllemeder | 19. Dezember 2009

Die Qual der Wahl – Videoausrüstungs-Testberichte

Wer intuitiv schon genau weiß, was es sein soll, aber sich nicht traut, es zu sagen, ist dankbar für jede fachmännische Unterstützung. Was für ein Glück für Stiftung Warentest und Co., dass wir alle so kluge, informierte Entscheidungen treffen wollen!

Ich habe den Verdacht, dass diese ganze Informationsflut nur dazu dient, uns so zu verwirren, dass wir zum Schluss nicht nur einen, sondern drei Artikel kaufen, um bloß nichts falsch zu machen.

Genauso wie Perfektionismus in der Kunst nicht viel bringt – außer perfekten Produkten natürlich, die aber dann unter Umständen genauso langweilig sind wie Cindy Crawford ohne Leberfleck – genauso wenig bringt es – und das ist mir neu – die perfekte Ausrüstung anzustreben.

Logisch, eigentlich, wenn es doch immer nur Alternativen gibt für unterschiedliche Situationen, Bedürfnisse und so weiter. Aber auch ich war bisher davon überzeugt, dass ich, wenn ich mir nur ausreichend informiere, eine perfekte Wahl treffen werde.

(Regie-Regel Nr.1: Dein Arbeitstag besteht aus Auswahl. „Richtig“ und „falsch“ sind relative Begriffe. Gewöhn dich dran.)

Ich zum Beispiel brauchte nur von der Existenz des Richtmikrofon NTG-2 des australischen Herstellers Rǿde zu lesen, um zu wissen, dass es genau das richtige für mich ist.

Bis ich die Testberichte las.

Und immer noch fand, dass es wunderbar passt: gut, aber nicht so teuer wie das Sennheiser 416, vielleicht auch nicht so gut wie dieses, aber immer noch besser als….

Drei vor dem Bildschirm verbrachte Abende, eine Nackenverspannung und einen Krampf in der Maus-Scroll-Hand später war mir klar, dass meine Intuition die Entscheidung treffen würde. Sobald ich die 300 Euro für Mikro, Schwinghalterung und Windschutz entbehren kann, werde ich das NTG-2 bestellen.

Wenn ich nicht noch vorher die Testberichte vom Windschutz durchgehe und nachsehe, ob nicht doch Rycote besser als Rǿde ist. Und was ist überhaupt mit Audio Technica, Azden und Beyerdynamic…?

Habe ich schon erwähnt, dass ich vor der Auswahl des Mikros anhand der Testberichte ja erst noch die Testberichte auswählen musste?… Wer sich das sparen möchte, aber eine Nackenverspannung braucht, findet hier Hilfe:

http://www.kenstone.net/fcp_homepage/review_shotgun_mics.html (Einer meiner Referenzartikel zu Richtmikrofonen. Schon etwas alt, aber schöner Artikel-Aufbau.)

http://www.testberichte.de (Eine Meta-Sammlung verschiedener deutschsprachiger Publikationen mit Testberichten für Computer, HiFi & TV, Foto & Video, Telefon, Auto & Motorrad, Haushalt, Sport & Gesundheit und Mehr. Bei manchen Download erforderlich – oder online lesen.)

http://www.videoaktiv.de/ (Auch in der Auswahl oben vertreten.)

http://www.videofilmen.de (Klare Struktur, Tests des letzen Jahres online kostenlos zum PDF-Download.)

http://www.microfilmmaker.com (Meine neuste Entdeckung: nicht so viele Tests, aber dafür mit einem klaren Ziel: für Filmer mit Mikro-Budget. Dass mir die Typen sympathisch sind, rührt schon von ihrer Kamera-Wahl für den Stativtest: eine Panasonic AG-DVX100B.)

http://www.videomaker.com (engl. Tipps und Tricks und Testberichte neuester Produkte. Nachteil: das sind auch die teuersten. Für Menschen mit kleinerem Geldbeutel frustrierend.)

http://www.dv.com/ (Website der gleichnamigen Zeitschrift. Testberichte wie bei Videomaker.)

http://www.camcorder-test.com/camcorder.html
(Wie der Name schon sagt: Testberichte von Camcordern, eher am Consumer-Markt orientiert.)

http://www.camcorderinfo.com

http://www.digitaljournalist.org/issue0603/cameracorner.html (Sehr „appetitanregender“ Testbericht über die Panasonic AG-HVX-200. Als glückliche Panasonic AG-DVX100B-Besitzerin war das für mich ein Blick in die Zukunft.)

http://reviews.cnet.com (Alle kennen cnet. Schön, wenn sie das Produkt, das man sucht, getestet haben. Leider nicht immer der Fall – und Links zu Verkäufern sind nicht genug.)

http://www.slashcam.de (Deutsche Testberichte, ausführlich, wenn das jeweilige Modell vorhanden. Etwas unübersichtliche Website.)

http://www.thomann.de/de/rode_ntg_2.htm (Da isses, mein zukünftiges Mikrofon. Und auch noch von einem netten deutschen Einzel-Onlinehändler mit hervorragender Website. Was will man mehr?)

Verfasst von: sibyllemeder | 17. November 2009

Testaufnahmen

Donnerstag, 12. November 2009, 9.50 Uhr – Agios Antonios, Tilos:

Der Inselbus in seiner natürlichen Umgebung

Inselbus-Testfahrt mit Pavlos, mir und einer Panasonic DVX-100B.

Tilos liegt unter dramatischen Regenwolken. Die Fahrgäste im Bus schweigen vorsorglich, um die Aufnahmen nicht zu stören. Sie denken vermutlich: „Diese Dokumentarfilmer sollte man lieber nicht aufregen. Egal was sie sagen, endet das Material sonst womöglich im fertigen Film.“ Draußen fliegen Olivenhaine und abgeerntete Kürbis-Felder vorbei.
Am Strand von Eristos übernimmt Pavlos den Kommentar und die Reiseführung. Wir filmen als erstes den „See von Eristos“, die Mega-Pfütze, die sich nach jedem heftigen Regenschauer auf dem Wendeplatz bildet, und den Inselbus als Amphibienfahrzeug. Das neue Museum für die Zwergelefanten-Knochen bei der Charkadio-Höhle ist zwar noch geschlossen, aber nichts kann Pavlos und mich von einer Architektur-Führung bei 7 Beaufort Windstärke abhalten. Wir bewundern die dräuenden Wolken über der Türkei ebenso wie die Panorama-Aussicht von der Hafenmole in Livadia. Pavlos gönnt sich eine Tyropitta, und vor dem Kafenion spielen vier ältere griechische Männer mit einer miauenden Spielzeugkatze, während eine echte Katze verwundert zuschaut.
Eine ganz normale 10-Uhr-Fahrt im Winter eben.

Mehr davon bald hier im Inselbus.

Verfasst von: sibyllemeder | 30. Oktober 2009

Neu erschienen: Sibylle Meder „Der Hund, der lächelte“

Acht Erzählungen vom Leben nach der Katastrophe.

Sibylle Meder. Der Hund, der lächelte

ISBN 978-1-4092-9748-2

Endlich ist es da. Und es fühlt sich fein an, passt in jede Cargo-Jeans-Tasche und hat einen smart abgestimmten Cocktail aus bittersüßen und zartherben Geschichten zum Leben nach der Katastrophe bieten: mein neues Buch.

Viel Spaß beim Lesen!

Verfasst von: sibyllemeder | 22. Oktober 2009

Shopping (Fähr-)Trip

Ich war noch nie ein großer Fan des Shoppings. Wer es nicht glaubt, sollte die Erzählung „Die Göttin“ in meinem neuen Buch lesen. (Der Hund, der lächelte, ISBN978-1-4092-9748-2, erscheint in Kürze bei lulu.com)

Als der erste Shopping-in-London-Reiseführer in meine Hände geriet, hielt ich das für einen Scherz. Heute liest man in Reisemagazinen eher die Wegbeschreibung zum Prada-Outlet in Prag als die Öffnungszeiten des Hradschin.

Sollte mir also gut tun, auf einer Insel zu leben, die gerade mal fünf Lebensmittelgeschäfte zu bieten hat, sonst nichts. Tut es auch, mir gut, meine ich – jedenfalls die meiste Zeit.

Aber dann, plötzlich, sind nicht mehr genug MiniDV-Kassetten im Haus, der Laptop macht merkwürdige Töne beim Hochfahren und das letzte Thai-Curry habe ich auch schon vor Ewigkeiten gegessen. (Okay, das letzte fällt in die Kategorie „Kleiner Luxus“, aber wer sagt, dass das nicht wichtig ist? Meine Maschine läuft eben auch besser mit etwas Öl, äh, Curry…)

Was tut also der Inselbewohner wenn der Speiseplan zu langweilig, die Technik zu wackelig und der Einkaufszettel zu lang wird? Setzt sich auf die nächste Fähre, schaukelt zwei bis vier Stunden über die Ägäis zur nächstgrößeren Insel, um dort prall gefüllte Einkaufswagen durch die Lidl-Gänge zu schieben (Erwähnte ich schon, dass ich in Deutschland so gut wie nie bei Lidl einkaufen war? Wenn das so weitergeht, fange ich nächstens mit Jodeln an und trage ein Dirndl.)

Morgen ist es wieder so weit.

Beim nächsten Last-minute-Spontankauf denkt an mich. Ich sitze wahrscheinlich grade an meinem Schreibtisch und brüte darüber nach, wie viel Druckerpapier ich in den nächsten Wochen brauchen werde und ob zwei oder drei Patronen Magenta notwendig sind.

Auf jeden Fall bringt einem das Inselleben Budgetierung und Zeitplanung bei. Wenn das nichts ist!

Verfasst von: sibyllemeder | 14. Oktober 2009

Gedankenordner II: Dokumentations-Treatment

Wie sehr Schreiben die Gedanken ordnet, fällt mir besonders auf bei der Arbeit an meinem Treatment für Der Inselbus.

Jede Sequenz, jede Szene, die möglich ist, auszuformulieren und einem möglichen Publikum zu beschreiben, lässt den Film schon im Kopf entstehen – dabei werden manche Dinge so vielleicht gar nicht vorkommen, manche Bilder werden hinzukommen, spontane Handlungen werden entstehen und alle Konzepte umwerfen.

Aber durch die Gedanken, die ich mir über einzelne Abschnitte mache, werden meine Ideen klarer: ich weiß, dass ich filmen möchte, wie Pavlos den Bus am Morgen für seinen Arbeitstag vorbereitet und die Pause im Kafenion, dass ich das Einsammeln der Schulkinder mit dem Einsammeln der Post kontratsieren möchte.

Viel Spaß beim Gedankenordnen!

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