Verfasst von: sibyllemeder | 5. Mai 2013

Frohe Griechische Ostern!

Καλό Πάσχα!

Hier sind ein paar Einblicke ins Leben auf Tilos. Die Szenen stammen aus Videomaterial, das ich im Laufe der Jahre gesammelt habe – beim Inselbus-Dreh oder bei anderen Gelegenheiten.
Viel Spaß bei einer kleinen Vorschau darauf, wie man auf Tilos feiert!

Sacred Tilos – religious scenes from Tilos Island, Greece from Sibylle Meder on Vimeo.

Scenes from different religious events on the Greek island of Tilos.

(ENGLISH VERSION)

Verfasst von: sibyllemeder | 4. Mai 2013

Zoom auf den Inselbus

Bloß weil hier eine Weile Funkstille herrschte, heißt das nicht, dass hinter den Inselbus-Kulissen nichts passiert. Ganz im Gegenteil: die Post-Produktion ist äußerst produktiv – ein Blog mit den neusten Neuigkeiten wird folgen – und passend dazu gab’s gerade einen sechsseitigen Artikel in “zoom – das Magazin der Filmemacher” über die Entstehungsgeschichte unseres Dokumentarfilms.

Hier ist der Link zu “Wenn der Feta mitfährt – Doku über einen griechischen Inselbus” (Ausgabe 03/2013).

Wenn der Feta mitfaehrt screenshot3

Sonnige Grüße zur Abwechslung mal aus Deutschland,

Eure Sibylle

(ENGLISH VERSION)

Verfasst von: sibyllemeder | 1. März 2013

Fotografischer Freitag im Inselbus 01/03/2013

Sauberer Bus

Liebe Freunde und Fans!

Wir müssen eine kleine Pause beim Bloggen einlegen. Aber seid unverzagt: DER INSELBUS ist weiterhin im Rennen auf den Straßen von Tilos, hinter den Kulissen im Schnittraum – und, ja, irgendwann kommt auch der Sommer wieder… Versprochen!

Saeed breaking at Stelios's Kantina in Eristos

Unser freundliches Team am INSELBUS-Steuer freut sich schon darauf, euch auf mehr Reisen mitzunehmen. Also schaut immer mal wieder vorbei – wir kommen auch wieder (und viel früher als der Sommer…)!

Alles Liebe,

Sibylle und das INSELBUS-Team

Nachdenken mit Aussicht (Foto: George Cameron Geddes)

(ENGLISH VERSION – ON STANDBY AS WELL)

Verfasst von: sibyllemeder | 22. Februar 2013

Fotografischer Freitag im Inselbus 22/02/2013

Stürmischer Tag

Die Vorteile des Insellebens: man bekommt massig Übung darin, stürmische Zeiten zu überstehen. Im Wortsinn.

Während die Beauforts fröhlich im südlichen Dodekanes sausen und die Fähren sich in geschützten Häfen verstecken, wartet DER INSELBUS geduldig auf die Sturmentwarnung.

INSELBUS im Stand-by-Betrieb

Denkt bloß nicht, dass Zeitmanagement und Findigkeit auf kleinen Inseln nicht eingeübt werden: das Leben auf Tilos ist ein Intensivkurs in beidem!

Καλό ταξίδι μας!

(ENGLISH VERSION – equally breezy)

Verfasst von: sibyllemeder | 15. Februar 2013

Fotografischer Freitag im Inselbus 15/02/2013

Im Moment verfeinere ich den INSELBUS-Rohschnitt, kürze ihn von der 3-Stunden-45-Minuten Director’s Version (ich übertreibe wieder ein wenig) auf erträglichere 90 Minuten.

Wenn man hier ein paar Sekunden und dort ein Minute wegschneiden muss, ist es zu empfehlen, all die spannende Handlung drin zu behalten und das, was weniger umwerfend ist, zu kürzen, zum Beispiel: einen Sonnenuntergang. Ich bin von dieser Faustregel nicht komplett überzeugt – sie stammt aus dem Hollywood- Storytelling und ist ziemlich gut geeignet für dramatische Verfolgungsjagden, aber müsste vielleicht verfeinert werden in ihrer Anwendung auf warmherzige Dokumentarfilme, die von hübschen, abgelegenen Inseln mit viel langsamerem Rhythmus handeln. Aber es ist bloß eine Faustregel, also übernehmen sie wir einfach mal und passen sie an die Situation an, wenn nötig.

Also: jetzt. Denn das ist es ja: was ist ein Sonnenuntergang? Wie viel davon ist spannende Handlung und wann fängt er an, euch langweilig zu werden? Hhmm? Diese Frage ist rein rhetorisch. Ich muss mich an den perfekten INSELBUS-Sonnenuntergang alleine heran tasten – und ich kann euch versprechen, es sind ein paar umwerfende Nanosekunden dabei.

Aber zur Verteidigung aller nur möglichen Sonnenuntergangsbilder, möchte ich hier ein paar meiner ganz persönlichen Sammlung zu eurer Erbauung einfügen.

Beige-rosé-indigo Version mit Landzunge

Beige-rosé-indigo Version mit Landzunge

Völlig farbig mit verschwindend kleinem Kaiki

Völlig farbig mit verschwindend kleinem Kaiki

Dieser hier fühlte sich an, als wanderte man durch farbige Luft

Dieser hier fühlte sich an, als wanderte man durch farbige Luft

Manchmal frage ich mich, ob der Strand das mit Absicht macht, um mich vom Arbeiten abzuhalten

Manchmal frage ich mich, ob der Strand das mit Absicht macht, um mich vom Arbeiten abzuhalten

Und manchmal geht es einfach ein bisschen zu weit

Und manchmal geht es einfach ein bisschen zu weit

Also, welche würdet ihr streichen? Keine Angst, keiner davon ist im Film. Dies sind nur die B-Rollen-Sonnenuntergänge, die ich aufnehme, wenn ich mir nach einem langen Tag die Beine vertrete. Und jetzt bin ich sie ja mal losgeworden – gut für den Schnitt!

Eine Gute Nacht und ein schönes Wochenende!

(ENGLISH VERSION – ROSE-TINTED, TOO)

Verfasst von: sibyllemeder | 8. Februar 2013

Fotografischer Freitag im Inselbus 08/02/2013

Nicht sehr beeindruckt von dem Stromausfall, der sich ereignete, als ich gerade dabei war, den Schnittplan für die Änderungen am INSELBUS-Rohschnitt in die Tat umzusetzen, machte ich ein bisschen in Katastrophentourismus…

Farbenfroher Ausflug, wenn der Farbabgleich nicht möglich ist

Farbenfroher Ausflug, wenn der Farbabgleich nicht möglich ist

Als Katastrophentourist stöbert man herum, wo man es lieber sein lassen sollte, und dieser Ausflug war da nicht anders. Diejenigen von euch, die Tilos kennen, kümmert es vermutlich weniger, ob ich meinen Schnitt rechtzeitig geschnitten kriege, als die Tatsache, dass der Lethra-Pfad vor kurzem erneut eingestürzt ist. So sieht es aus:

Tiefergelegter Pfad

Tiefergelegter Pfad

Meiner Meinung nach ist der Schaden am Pfad kurz hinter Livadia weniger dramatisch als das, was jetzt an der Stelle passiert ist, wo der Pfad schon vor ein paar Wintern eingebrochen ist.

Hier geht es ziemlich tief nach unten

Hier geht es ziemlich tief nach unten

Während ich hier wie Tarzan an ein paar Wolfsmilch-Ästen hing, um diese Fotos zu machen (ich übertreibe, aber nur sehr gelinde), fiel mir ein, dass ich – wenn jetzt nicht gerade ein Erdbeben, Erdrutsch oder noch ein sintflutartiger Regen mir einen Strich durch die Rechnung machte – wenigstens eine kleine Geschichte für den Blog hatte. War nicht ganz die Arbeit, die ich an diesem Tag geplant hatte, aber das Leben spielt einem manchmal einen Streich.

Sonnige Aussichten

Sonnige Aussichten

Diejenigen von euch, die mit Film zu tun haben, beginnen vielleicht, sich zu fragen, ob es wirklich sinnvoll ist, einen Film auf einer Insel wie Tilos zu machen. Dazu lasst mich folgendes sagen: selbst mit all den Stromausfällen, Naturkatastrophen, unterbrochenen Internet-Verbindungen und Video-Upload-Marathons, die es wirklich manchmal albtraumhaft erscheinen lassen, ist dies vermutlich die einzige Art, wie ich diesen Film hätte machen können. Denn nachdem ich all dies aus erster Hand erfahren habe, fange ich an zu verstehen, was die Leute, die wir im INSELBUS treffen, und ihre Einstellung zum Leben so einzigartig macht: selbst wenn es keinen Strom gibt, selbst wenn sie keine Papiere haben, selbst wenn die Regierung zusammenbricht (oder ein Fußpfad), gibt es immer noch irgendwo etwas Schönes.

Merkwürdig, dass wir Menschen manchmal über dem Abgrund hängen müssen, um das zu bemerken.

Nicht ohne Grund heißt der Radiosender von Tilos  Κυκλάμηνο (Cyclamen) FM

Nicht ohne Grund heißt der Radiosender von Tilos Κυκλάμηνο (Cyclamen) FM

PS: WARNUNG – Ich möchte an dieser Stelle jedem stärkstens davon abraten, die fotografierten Teile des Lethra-Pfades zu betreten, da sie INSTABIL SIND UND JEDERZEIT EINBRECHEN KÖNNEN. Es ist sehr tief hinunter bis ins Meer – und ihr wollt nicht herausfinden, wie tief. NICHT BETRETEN!

(ENGLISH VERSION)

Verfasst von: sibyllemeder | 1. Februar 2013

Fotografischer Freitag im Inselbus 01/02/2013

Καλό μήνα σε όλους!

…Habt ihr schon bemerkt, dass im INSELBUS-Blog-Paket ein super-rudimentärer Kurs in griechischen Grüßen und Floskeln enthalten ist? Die erste Zeile lautet in super-rudimentärem Deutsch: Frohen Monat euch allen! – und ja, das heißt soviel wie: wir wünschen euch einen prima Februar! (Um auf die Vollversion des Regisseurinnen-Griechisch zugreifen zu können, müsst ihr mir was ausgeben. Es lohnt sich, versprochen: gestern hat mir eine Presse- und Kommunikations-Beauftragte des Generalsekretariats für Kommunikation und Information, bei der ich per Email eine Drehgenehmigung beantragt hatte, in der Antwort-Email zu meinen Griechisch-Kenntnissen gratuliert. Seitdem kann mir keiner mehr was.)

Also, was gibt es Neues hier? Anfang der Woche erklommen Sibylle (das bin ich, die Regisseurin mit dem fantastischen Griechisch) und INSELBUS-Hauptfigur und Tilos-Bewohner Saeed (der bald fantastisches Englisch lernen wird – Anglophone, Obacht!) die Festung in Megalo Chorio für einen Fototermin, da ein paar Porträts des “Jungen, der kam” – und inzwischen ein Jugendlicher mit Bartwuchs ist – benötigt wurden.

Saeed in nachdenklicher Stimmung

Ich denke, alles lief ganz gut…

Saeed romantisch

… bis die Höhenluft sich bemerkbar machte…

Saeed passt ganz gut zu Tilos

… dann haben wir es vielleicht ein bisschen auf die Spitze getrieben…

Saeed über Rio, pardon, Tilos

… im Wortsinn.

Gebt nicht uns die Schuld, Schuld war die Tilos-Winterlandschaft in voller Blüte!
Καλό Σαββατοκύριακο!

(ENGLISH VERSION – in fantastischem Englisch, natürlich)

Verfasst von: sibyllemeder | 25. Januar 2013

Fotografischer Freitag im Inselbus 25/01/2013

Apapa und Sibylle betrachten die Welt

Heute wäre mein Großvater 109 geworden.

Weder ist er noch am Leben, um das zu feiern – er starb vor über 20 Jahren und eine meiner ersten Kurzgeschichten ist eine Hommage an ihn – noch war er jemals auf Tilos. (Obwohl er es im hohen Alter bis nach Athen geschafft hat und dort mit seinem Kettenrauchen und immer im dreiteiligen Anzug perfekt zu den altmodischen Kafenion-Besuchern passte.) Also warum einen Blog mit der Erinnerung an ihn beginnen?

Wenn ich an ihn denke, denke ich an “Zuhause”. “Zuhause” ist für mich ein Gefühlszustand, ein Gefühl der Ruhe und der Liebe. Und er verkörperte das.

“Zuhause” und die Suche danach ist auch ein Schlüsselthema des INSELBUS. Und es gibt noch eine andere Verbindung: Als ich vor kurzem auf die Porträtsammlung “Jahrhundertmensch” stieß, und die Gesichter in den Fotos betrachtete, begann ich, darüber nachzudenken, was diese Augen wohl alles gesehen hatten in ihrem über hundertjährigen Leben. Das Alter kann etwas sehr tröstliches haben. Uns Jüngeren scheint es zu sagen: schau, wenn wir es so weit gebracht haben, kannst du das auch. Es war nicht immer ein Kinderspiel, aber auf jeden Fall spannend.

Das gleiche Gefühl des Staunens hatte ich, als ich für den INSELBUS zum ersten Mal die Ältesten aus Tilos traf. Es gibt im Moment auf der Insel niemanden über hundert, aber zusammen mit Marta und Giorgos, die für das Hauspflege-Programm arbeiten, haben wir viele der Ältesten der Insel besucht wie zum Beispiel Kyrios Nikolas, der bis weit über 90 in seinem kleinen weiß-blauen Haus in Megalo Chorio lebte. “Zuhause” mag für ihn etwas völlig anderes bedeutet haben als für mich oder Marta oder Saeed, aber für eine Weile haben wir alle seine Insel geteilt.

Auf das Leben!

Auf das Leben!

Es hat mich mit dem gleichen Staunen erfüllt, dass ich als kleines Mädchen erlebte. Dieses Staunen ist es, was mich zur Filmemacherin gemacht hat.

Der heutige Blog ist eine Hommage an beides:
an ein Zuhause, das man finden kann, wo auch immer man sich befindet, und an das Alter, an ein langes, erfülltes Leben.

Ich hoffe, mein Staunen über beides für euch im INSELBUS eingefangen zu haben.

(ENGLISH VERSION)

Verfasst von: sibyllemeder | 18. Januar 2013

Fotografischer Freitag im Inselbus 18/01/2013

Im Winter finden auf Tilos Expertenrunden aller Art statt.
Der passende Ort dafür ist, natürlich, das Kafenion. Je nach Temperatur draußen…

Expertenrunde #1: Griechische Politik gestern, heute, morgen

Expertenrunde #1: Griechische Politik gestern, heute, morgen

oder drinnen abgehalten…

Expertenrunde #2: Woran erkennt man einen guten Hirtenstab?

Expertenrunde #2: Woran erkennt man einen guten Hirtenstab?

…behandeln sie alles von politischen zu pharmazeutische Themen – und umgekehrt.

Keine Angst vor der Bandbreite: ein Experte in der hohen Kunst des griechischen Kafenion-Geplauders kann mit Leichtigkeit von Rentenzahlungen über Wasseraufbereitung zu Heilkräutern und Mode-Richtungen gelangen, und das alles innerhalb einer einzigen Buspause.

Für ein Beispiel aus dem echten Leben gibt es den INSELBUS.

(ENGLISH VERSION)

Verfasst von: sibyllemeder | 11. Januar 2013

Fotografischer Freitag im Inselbus 11/01/2013

Es ist im Moment ruhig in der INSELBUS-Zentrale, hinter den Kulissen bereiten wir mehr angenehme Überraschungen für euch vor und das ist ein guter Grund, ein paar Impressionen vom Bus und seinen wundersamen Wegen zu teilen.

Die Agios Antonios Bushaltestelle im Winter

Die Agios Antonios Bushaltestelle im Winter

Und ein paar interessante Fakten:

Diese Blog-Statistiken sind doch immer wieder faszinierend. Unsere englische Version hat heute einen Besucher aus dem Vatikan – was im Übrigen unsere schnellwachsende Liste von Ländern mit hoffentlich mindestens einer Kinoleinwand um einen Staat erweitert. Ist vielleicht der Papst selbst jetzt Inselbus-Fan? Er ist immerhin Deutscher, lebt im Ausland auch so ein bisschen in Insellage mit allerhand anderen Leuten aus verschiedenen Ländern der Welt… Oder geht da die Fantasie mit mir durch? Wie dem auch sei: Schönes Wochenende!

(English Version)

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